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Eigentlich wäre das Konzert von Stiller Has im Wetterhorn am Hasliberg angesagt gewesen an diesem Wochenende. Aber wir alle wissen, dass es in diesem Jahr keine Konzerte mehr gibt. Und so mussten wir uns um ein Alternativprogramm bemühen.

 

Alternative zu Stiller Has

Die Tickets für das Konzert am 18. Dezember 2020 waren längst gekauft und wir freuten uns schon seit Wochen auf Endo Anaconda und seine Band. Aber irgendwann mussten auch die Veranstalter von Sinnvollgastro die Hoffnung aufgeben und das Konzert um ein Jahr verschieben. Was also machen am Wochenende vor Weihnachten? War das vielleicht das ideale Wochenende, um Umberto auf seine Wintertauglichkeit und Kälteresistenz zu testen? Warum eigentlich nicht haben wir uns gedacht und uns spontan für einen Ausflug ins Val Müstair entschieden. Zumal die östliche Ecke der Schweiz wohl die einzige Region war, in der es in den letzten Tagen kühl blieb und die Chancen gut standen, noch ein paar Powderhänge zu finden.

Kurz nachdem uns der Autozug durch den Vereinatunnel in Sagliains ausgespuckt hatte und wir durchs Val dal Spöl fuhren, schien unsere Rechnung aufzugehen. Die Bäume hatten wieder Schnee auf den Ästen, die Schneewände am Strassenrand wurden wieder höher und die Temperaturen immer tiefer. Auf dem Ofenpass, wo wir schlussendlich unser Nachtlager aufschlugen, zeigte das Thermometer schliesslich -15° C.

 

Tschierv – Piz Dora

Wir waren uns vorerst unschlüssig, ob’s am Samstag auf den Piz Daint oder den Piz Dora gehen sollte. Ein Blick ins gipfelbuch.ch zeigte, dass auf beiden Routen noch Powder zu erwarten war. Wir entschieden uns schlussendlich für den Piz Dora. Und so ging es am Samstagmorgen von Tschierv los. In Tschierv selbst war man schon mit den Vorbereitungen für die kommende Tour de Ski beschäftigt, was uns aber nicht weiter störte. Denn schon kurz dem Dorf führte unser Weg durch einen dichten Wald hoch zur Funtauna Grossa, einer grossen Waldlichtung, und von dort weiter eine Waldschneise hoch. Bald einmal zierten nur noch einzelne Bäumchen die Landschaft. Wir waren offenbar nicht die ersten am Berg, sondern konnten einer Spur zum Gipfel hoch folgen.

Da wir über die Nordostflanke runterfahren wollten, verliessen wir die Spur etwas unterhalb des Gipfels und schauten uns bei einem Aussichtspunkt die Route runter an. Und wie der Zufall es wollte, traffen wir hier auf Edi, aufgrund dessen Gipfelbucheintrages wir uns am Vortag für diese Tour entschieden. Er war gestern so begeistert vom Hang, dass er heute nochmals aufstieg. Und als wir selbst nach unserer eigenen Powderfahrt unten im Tal ankamen, konnten wir ihn mehr als verstehen. Nach einem kurzen Einkauf im Dorfladen ging’s zurück zu unserem Plätzchen auf dem Ofenpass.

 

Munt Buffalora

Bei einem feinem Risotto am Abend besprachen wir unsere Tourenmöglichkeiten am Sonntag. Die Tour auf den Piz Daint schwirrte uns immer noch im Kopf rum. Aber die aufziehende Schlechtwetterfront verhiess nichts gutes und sollte bereits im Verlaufe des Vormittages auch bei uns ankommen. Eine kürzere und etwas flexiblere Route war deshalb am zweiten Tag angesagt. Von Buffalora ging’s hoch zur Alp Buffalora, wobei ‘hoch’ schon fast übertrieben ist, denn die Steigung hier ist äusserst gering. Auch auf dem weiteren Weg über den breiten Rücken von Buffalora nahmen wir es eher gemütlich. Gut, dass es doch noch ein paar steilere Hänge gab, bevor wir die Terrasse da Fiern erreichten. Inzwischen war der Gipfel des Munt Buffalora in dichte Wolken gehüllt. Wir entschieden uns deshalb, nicht bis ganz nach oben zu gehen, sondern kehrten etwas under dem Gipfel um. Heute war es zwar kein steiler Norwesthang, aber trotzdem ein schöner Powderrun zurück ins Tal.

 

Umberto

Für Umberto – unseren Camper – war es der erste Ausflug in den Schnee und die Kälte. Und bis hierher hatte er die Herausforderungen mehr als gut gemeistert. Sogar die Fahrt auf der verschneiten Strasse hoch ins Wintersportgebiet Minschuns hatte er ohne Murren auf sich genommen. Trotzdem wollten wir ihn auf unserer Heimfahrt einem weiteren Test unterziehen und entschieden uns, statt mit dem Autozug durch den Vereina die Strasse über den Flüelapass zu fahren. Und wir liessen es uns nicht nehmen, unseren kleinen Roadtrip mit ein paar feinen Älplermaccaroni auf dem Flüelapass abzuschliessen. Und wir waren uns einig: das war nicht das letzte Mal, dass wir im Val Müstair waren.

 

SAC Tourenportal

Ausführliche Beschriebe beider Touren finden sich auf dem SAC-Tourenportal:

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