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20 Jahre Susten-Derby konnten und wollten wir uns nicht entgehen lassen.

‘Frühmorgens’

Wir hatten noch die knapp 1600 Höhenmeter von unserer gestrigen Tour aufs Gwächtenhorn in den Knochen, aber die Jubiläumsausgabe des Susten-Derby’s wollten wir uns nicht entgehen lassen. Wir hatten schliesslich nicht nur schwere Beine vom Vortag, sondern auch die Gewissheit, dass im Sustengebiet nach wie vor herrliche Frühjahrsverhältnisse herrschen. Und so machten wir uns frühmorgens erneut auf den Weg zum Steingletscher hoch. Na ja, so früh war es dann doch auch wieder nicht. Der Weg hoch zum Obertaljoch ist ‘sunnsytig’ und hatte in den letzten zwei Tage doch schon viele Sonne abgekriegt. Wir rechneten also mit eher etwas harten Bedingungen für den Aufstieg und wollten der Sonne vor unserer Abfahrt auch wieder genügend Zeit geben, den Firn etwas aufzuweichen. Andererseits galt es, bis spätestens um 11.00 Uhr auf dem Obertaljoch (2’960m) anzukommen. Wir kamen gerade richtig für den Start der Aufstiegskategorie. gönnten uns aber erst mal noch ein Kaffee und einen Schwatz mit dem OK, bevor wir uns kurz nach 9.00 Uhr ebenfalls auf den Weg machten.

Jubiläum und Teilnehmerrekord

Das Susten Derby feierte dieses Jahr nicht nur ein Jubiläum (20 Jahre), sondern mit 130 Teilnehmern auch einen neuen Teilnehmerrekord. Na ja, man kann sich jetzt fragen, ob es tatsächlich Spass (und Sinn) macht, in einem Gebiet touren zu gehen, in dem kurz zuvor bereits über 100 andere Türeler aufgestiegen sind und einem während des Aufstiegs dauernd um die Nase fahren. Aber die ‘Einsamkeit’ und ‘Abgeschiedenheit’ steht ja gerade eben nicht im Vordergrund des Susten-Derby’s. Vielmehr geht es um das Miteinander der verschiedenen Wintersport-Disziplinen. Im Teilnehmerfeld finden sich jedes Jahr Telemarker, Snowboarder und Skifahrer. Und sogar ein Schneeschuhläufer nahm in diesem Jahr teil. Mitmachen zählt bei den meisten Wettkämpfern mehr als der Rang.

Wir waren gerade vor dem letzten Anstieg, als plötzlich Alphornklänge erklangen. Ganz oben auf einem kleinen Felsvorsprung stand Alphornbläser Reto Schläppi und begrüsste uns auf dem Obertaljoch. Allzu viel Zeit, den urchigen Klängen zu horchen hatten wir jedoch nicht. Denn unser (Zeit-) Plan mit der Startzeit ging gerade auf – wie geplant eben. Kurz also noch abfellen und los ging’s – wieder 1’100 Höhenmeter runter zum Steingletscher. Aber auch die Planung mit dem aufgeweichten Firn klappte. Während wir beim Aufstieg teilweise noch den vereisten Spuren folgten, herrschte nun beste Frühlingsverhältnisse und eine dünne Sulzschneeschicht belohnte uns für die vorangehenden Strapazen. Ein wahrer Genuss!

Susten Derby

Freeride-Contest auf der beliebten Tourenroute vom Obertaljoch (2’960m) zum Steingletscher (1’845m). Die Tiefschneeabfahrt im Sustengebiet findet auf der beliebten Skitourenroute Obertaljoch-Steingletscher statt. Der Start liegt auf 2980m, das Ziel auf 1865m beim Steingletscher. Die Höhendifferenz beträgt  rund 1100m, die Strecke ist ca. 3.5km lang. Die Abfahrt findet im unpräparierten Gelände statt. Das Susten-Derby ist Symbol für das Miteinander der verschiedenen Wintersport Disziplinen.

Einen ausführlichen Bericht zum diesjährigen Susten Derby ist auch in der Jungfrau Zeitung erschienen > Zeitungsbericht “Wenn der Weg zum Ziel wird”

Weitere Informationen gibt’s unter www.sustenderby.ch

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