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So war der Winter 18/19

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Aussergewöhnlich viel Schnee im Norden und kurzzeitig «sehr grosse» Lawinengefahr – so die Kurzfassung des WSL Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in seinem Winterbericht 18/19.

 

Winterbeginn und Unterschiede im Süden und Norden

Der Winter 18/19 war geprägt durch die grossen Unterschiede zwischen dem Norden und dem Süden. Im Süden gab es Ende Oktober den ersten grossen Schneefall und es schneite im November immer wieder ergiebig. Im Norden klopfte der Winter erst anfangs Dezember an die Türe. In der Folge regnete es im Norden immer wieder bis in höhere Lagen. Der 24. Dezember war denn auch einer der Tage mit der höchsten beobachteten Lawinenaktivität des Winters.

 

Grossschneefälle und sehr grosse Lawinen Gefahr im Januar

Die erste Januarhälfte war geprägt von anhaltenden und ergiebigen Schneefällen im Norden. Vom 12. bis am 14. Januar 2019 vielen im Alpennordhang verbreitet mehr als 1m, teilweise sogar mehr als 1.5m Neuschnee. Zum zweiten Jahr in Folge galt grossflächig die höchste Lawinengefahrstufe 5 (sehr gross), und zwar vom östlichen Berner Oberland bis ins Unterengadin. Wegen der Kälte gingen viele Lawinen als Staublawinen nieder. Trotz der zahlreichen Lawinen kamen in dieser Zeit keine Personen zum Schaden.

 

Der Frühling kommt nicht in die Gänge

Der Februar war mehrheitlich zu warm und zu trocken. Anfangs März kehrte aber der Winter zurück. Zuerst im Süden, dann aber auch mit einigen grossen Schneefällen im Norden. Anfang April kam es im Süden und in der Zentralschweiz erneut zu rekordgrosses Schneefällen.

 

Lawinen

Im vergangenen Winter wurden die Gefahrenstufe 4 und 5 etwas häufiger als im Durchschnitt prognostiziert. Es war seit dem Lawinenwinter 1999 der zweite Winter in Folge in dem grossflächig sehr grosse Lawinengefahr herrschte.

Bis Ende April wurden insgesamt 299 Schadenslawinen gemeldet, was über dem 20-jährigen Durchschnitt von 270 liegt. Insgesamt wurden 202 Personen erfasst (Durchschnitt: 212), wovon 19 starben.

Bis auf zwei Lawinenopfer waren alle Opfer Wintersportler, die sich im ungesicherten Gelände aufhielten. 15 Opfer waren Tourengeher und zwei Opfer befanden sich auf Variantenabfahrten, als sie verunglückten. Fast die Hälfte der Opfer (9) verunglückten im Kanton Wallis., drei im Kanton Freiburg, je zwei in Bern und Graubünden und je eine Person in den Kantonen Uri, St. Gallen und Waadt.

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