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So war der Winter 19/20

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Das SLF hat seinen aktualisierten Winterbericht 19/20 veröffentlicht. Trotz Rekordschneefällen zu Beginn des Winters, zählt der Winter 19/20 zu einem der schneeärmsten Winter. Und auch zum zweitwärmsten seit Messbeginn 1864. Details zum Winter 19/20 gibt’s im aktuellen Winterbericht des WSL Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF).

Was für ein Auftakt

Was für eine Freude, als wir anfangs November schon zur ersten kleinen Tour aufbrechen konnten (siehe “It’s on!“) und nur kurze Zeit später schon die zweite (siehe “It’s on zum Zweiten!“) in den Beinen hatte. Nachdem es im Hochgebirge über 2500m bereits im Oktober ausgiebig schneite, startete der Winter im November so richtig durch mit mit Rekordschneefällen im Süden. Ende November lag im Westen und südlich am Alpenhauptkamm überdurchschnittlich viel Schnee. Kurz vor Weihnachten schneite es dann nochmals intensiv. Wer ahnte damals schon, dass sich die Saison 19/20 in den folgenden Monaten noch in eine ganz andere Richtung entwickeln wird.

Viel Sonne und milde Temperaturen

Vom vorweihnachtlichen Schnee zerrten wir dann vor allem im Januar, der von viel Sonne und milden Temperaturen geprägt war. Weniger als 10cm Neuschnee gab es zwischen dem 29. Dezemeber 2019 und dem 27. Januar 2020 durchschnittlich bei den 130 Messstationen des SLF und MeteoSchweiz. Da aber in hohen Lagen trotzdem genügend Schnee lag, herrschten dort beste Tourenbedingungen.

Stürmischer Februar, Winter-Comeback im März

Mit dem schönen Wetter war es anfangs Februar dann erst einmal vorbei. Anfangs des Monats regnete es bis 2400m. Auf den Regen folgte unmittelbar ein Sturm mit Schnee bis in tiefe Lagen, was sich auch in der Lawinengefahr niederschlug. Der Februar war sodann geprägt von wechselhaftem Wetter.

Anfangs März gab es ein Comeback des Winters mit wiederholten und teilweise intensiven Schneefällen, begleitet von stürmischen Winden. Leider regnete es dann aber erneut bis ca. 2400m. Danach war’s jedoch erneut sehr sonnig und mild. Die Monate April und Mai waren geprägt durch frühsommerliche Wärme und viele sonnige Tage. Dennoch sorgten im Hoch-gebirge wiederholte Schneefälle für zeitweisewinterliche Verhältnisse.

Lawinen

Der Winter 19/20 war weniger lawinengefährlich als die vorangegangenen zehn Winter. In der Saison 19/20 gab es drei markante Lawinenperioden vor Weihnachten, Ende Januar und anfangs März. Die für den Frühling typischen Nassschneelawinen hielten sich in Grenzen, da sich viele Hänge bereits Mitte März entladen hatten.

Wohl nicht zuletzt wegen des abrupten Endes der Tourensaison am 13. März 2020 infolge der Corona-Pandemie gab es im Winter 19/20 deutlich weniger Lawinenopfer. Bei den 124 Schadenlawinen wurden insgesamt 137 Personen erfasst, wovon sieben (Stand Ende Mai 2020) starben. Dies liegt deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 22 Todesopfern und ist der tiefste Wert seit dem Winter 1959/60. Alle Opfer waren Wintersportler, die sich im ungesicherten Gelände aufhielten. Fünf Personen waren auf Touren unterwegs, zwei auf Variantenabfahrten.

Der im Januar 2021 aktualisierte Winterbericht 19/20 enthält wie üblich auch wieder eine Auswahl an Unfallberichten, die speziell lehr- und aufschlussreich sind, ohne aber Schuldzuweisungen zu formulieren.

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