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Grimsel Ride

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Der richtige Titel dieser Geschichte wäre wohl eher “Grimsel Hike” als “Grimsel Ride”. Zumindest legten wir einige der Höhenmeter übers Wochenende mit unseren Brettern auf den Schultern und nicht an den Füssen zurück.

 

Hüttentradition trotz schlechter Wetterprognose?

Es wurde in den vergangenen Jahren zu unserer Tradition, das Auffahrtswochenende in unserer Hütte auf dem Grimselpass zu verbringen. Nur dieses Jahr zweifelten wir schon ein wenig, ob sich der knapp dreieinhalbstündige Aufstieg lohnen würde, als wir uns anfangs Woche die Wetterprognosen für das Wochenende anschauten. Und wir ja auch bestens mit den aktuellen Schneeverhältnissen im Obergoms vertraut waren. Aber hey, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und so machten wir uns am Auffahrtsdonnerstag kurz nach Mittag auf den Weg.

Aufstieg zum Grimselpass hoch

Aufkommender Nebel auf dem Grimselpass

Auf den ersten paar hundert Höhenmeter war aber noch nicht daran zu denken, unsere Skis bzw. Bretter an die Füsse zu schnallen. Und auch wettertechnisch hatten wir schon bald das ganze Programm mit Regen, Schnee und Nebel durch. Eine vergnügliche Skitour geht anders. Und mit dem aufkommenden Wind waren wir doch ziemlich froh, als wir endlich bei der Hütte ankamen. Immerhin hatten es Frau Holle und der Wind gut gemeint mit uns und den Schnee neben der Hütte weggeblasen. Das lange Ausgraben der Eingangstüre, das wir aus früheren Winter kannten, blieb uns so erspart und wir konnten uns schon bald bei einem Feuer im Holzofen aufwärmen.

brennendes Feuer im Holzofen

So spart man sich das Fitnessabo

Doch eher etwas entgegen der ursprünglichen Prognosen zeigte sich der nächste Tag von seiner besten Seite. Und die Verlockung war relativ gross, kurz auf das Sidelhorn aufzusteigen. Aber die Schneeverhältnisse waren uns schlussendlich doch etwas zu unsicher und so entschieden wir uns, den Tag rund um die Hütte zu geniessen. Und auch Cemma hatte ihre Freude daran, dass wir ihr Holzscheit des öfteren für sie durch die Luft schmissen.

Aber einfach nur so den ganzen Tag chillen, war dann doch nicht so unser Ding. Und so dauerte es nicht lange bis wir das Projekt “Hüttenausgraben starteten”. Der Wind hatte zwar einerseits den Schnee beim Hütteneingang weggeblasen, aber zugleich auch eine Menge der weissen Pracht vor und hinter der Hütte abgelagert, so dass die Fenster im ersten Stock noch vollständig mit Schnee verdeckt waren. Also holten wir die Schneeschaufeln raus und machten uns an die Arbeit.

Nach getaner Arbeit waren wir uns einig, dass wir uns das Fitnessabo für die nächsten paar Wochen wohl sparen können und uns ein Bierchen redlich verdient hatten. Und so wurde aus dem Schneeschaufeln rund um die Hütte bald einmal ein gemütlicher Hütten- und Jassabend.

 

Déjà-Vu

Am nächsten Morgen hatten wir beim Aufwachen ein Déjà-Vu. Na ja, soweit man überhaupt etwas sehen konnte. Dichter Nebel lag nun wieder auf dem Grimselpass. Und die Wetterprognosen liessen für die kommenden zwei Tage auch keine ‘blauen Störungen’ mehr erwarten. So entschlossen wir uns kurzerhand, wieder ins Tal zurückzukehren. Soweit wie möglich noch mit unseren Skis und Snowboards an den Füssen, bevor wir diese weiter unten wieder schultern und den restlichen Weg zu Fuss gehen mussten. Und wenn es auch keine stäubende Powderabfahrt war, kamen wir schlusendlich wieder mit einem Grinsen im Gesicht unten im Tal an.

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