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Zum zehnten Mal auf Tour: Das Freeride Filmfestival 2019 setzt auf Storytelling und Nachhaltigkeit.

Das Freeride Filmfestival tourt in diesem Jahr zum zehnten Mal durch die Kinos in Österreich, Deutschland und der Schweiz. In insgesamt 12 Städten (davon dreimal in der Schweiz) wird eine Auswahl der besten Ski- und Snowboardfilmen des Jahres gezeigt. Neben sportlichen und künstlerischen Gesichtspunkten rückten die Macher der Tour – Harry Putz und Völker Hölzl – diesmal auch ökologische und nachhaltige Aspekte in den Mittelpunkt.

Gestartet wird in der Schweiz am 9. November 2019 in Andermatt und zwei weiteren Shows am 10. November 2019 in Zürich und am 11. November 2019 in Basel. Genaue Infos gibt’s wie immer in unserer Rubrik Anlässe. Für Infos zu den Tourstops in Österreich und Deutschland schau direkt auf der Website des Freeride Filmfestivals vorbei, wo du übrigens auch zahlreiche Hintergrundberichte zu den verschiedenen Filmen findest.

 

Freeride For Future

Zur zehnten Ausgabe des Freeride Filmfestivals (FFF) zieht Co-Organisator Volker Hölzl Bilanz und wirft auch gleich einen Blick in die Zukunft: „Mit Stolz, aber auch Demut schauen wir auf unsere ersten neun FFF- Touren zurück. In dieser Zeit haben sich eine Vielzahl an erstklassigen Filmen, einzigartigen Erlebnissen und aussergewöhnlichen Begegnungen eindringlich in unser Gedächtnis geprägt. Nun wollen wir den nächsten Schritt setzen und das Thema Nachhaltigkeit in seiner gesamten Bedeutung in unser Konzept integrieren. Daher haben wir die Initiative `Freeride For Future ́ ins Leben gerufen. Das ist aber kein Projekt, um mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern zuerst bei uns selbst zu beginnen.“

Der Hintergrund dieser Initiative ist, Massnahmen gegen den Klimawandel und den Verlust natürlicher Lebensräume zu unterstützen und eigenständig umzusetzen. „Wir sehen das Freeride Filmfestival als Kommunikationsplattform, damit ProduzentInnen, AthletInnen und wirtschaftliche PartnerInnen ihre Aktivitäten rund um Umweltbewusstsein und CO2-Neutralität vorstellen und mit der Community diskutieren können“, erklärt der zweite FFF-Co-Organisator Harry Putz. Das beginne etwa dabei, dass drei Tour-Stopps in Österreich als Green Event zertifiziert werden sollen und Branchenpartner mit zukunftsweisenden bzw. grünen Geschäftspraktiken gesucht werden. Das bedeute aber auch, dass Filme bevorzugt werden, die beim Freeriden auf künstliche Aufstiegshilfen verzichten und sich mit kritischen Inhalten zum Klima-, Wirtschafts- und Gesellschaftswandel beschäftigen.

 

Programm

Auch bei der Jubiläumsausgabe des Freeride Filmfestivals wartet wie gewohnt eine Shortlist der besten Ski- und Snowboardfilme des Jahres. Neben atemberaubender Action, gefühlvollem Storytelling und zutiefst persönlicher Einblicke liegt ein Schwerpunkt diesmal auf Nachhaltigkeit und verantwortungsvollem Umgang mit Natur und Gesellschaft – Stichwort: „Freeride For Future”.

 

Shelter

In ‚Shelter‘ erkunden der Schweizer Profi-Snowboarder und Umwelttechnik-Student Mat Schaer und drei seiner Freunde die Alpen vor ihrer Haustür. Dabei verzichten sie auf Helikopter und Snowmobile, nützen ausschliesslich öffentliche Verkehrsmittel und unternehmen alle Anstiege aus eigener Kraft. Von Hütte zu Hütte tauchen die Protagonisten tiefer in die hochalpine Welt von vier legendären Bergmassiven der Schweiz, Italiens und Frankreichs ein. Als auch noch Jeremy Jones zu ihnen stösst, gewinnt der ökologische Gedanke deutlich an Bedeutung, denn die amerikanische Snowboardlegende ist nicht nur der Pionier der „Generation Splitboard“, sondern auch Gründer der NGO Protect-Our-Winters (POW).

Cast: Mat Schaer (CH), Léo Taillefer (FRA), Thomas Delfino (ITA), Jeremy Jones (USA), Levi Luggen (CH), Serge Lambert (CH)
Produktion: Almo Film & Picture Organic Clothing
Kamera: Julien Roserens, Pierre Frechou, Morgan le Faucheur, Ben Nardini, Léo Taillefer
Drehorte: CH/ITA/FRA; Wallis / St.Bernhard / Haute Tarentaise / Ecrins Nat. Park

 

Ruhe nach dem Sturm

Auch die österreichisch-deutsche Co-Produktion „Ruhe nach dem Sturm“ widmet sich den Themen Konsumverzicht, Bewusstheit und Gemeinschaft. Während des Trubels um Weihnachten bricht die Wiener Freeride-Snowboardweltmeisterin Manu Mandl mit ihrer Crew von „Mountain Tribe“ zu einem „Simple-Life“- Roadtrip auf. Ohne Smartphone und untergebracht in zwei Camper-Vans gönnen sie sich eine Auszeit vom hektischen Treiben und konzentrieren sich auf das Wesentliche: Freundschaft, Achtsamkeit und natürlich jede Menge Freeride-Powder.

Cast: Manuela Mandl, Flo Gassner, Valentin Werner-Tutschku, Martin Kogler, Lukas Mühlmann
Produktion: Mountain Tribe, Flo Gassner, Vali Werner-Tutschku
Regie, Script, Kamera: Paul Schweller, Flo Gassner
Drehort: Italien/Österreich

 

Full Moon

Wieder mit dabei beim FFF sind auch die beiden Publikumslieblinge der Tour 2018. Max Kroneck und Jochen Mesle hatten vergangenes Jahr schon mit besonderer Ressourcenschonung überzeugt. Im Film „Eis & Palmen“ waren sie nur mit Rad und Skiern von Süd-Deutschland bis nach Nizza gefahren. In ihrer diesjährigen Produktion „Full Moon“ beschreiten sie wieder Neuland. Mitten in der Nacht starten sie zu einer Skitour und zeigen erstmals progressives Freeriden bei Vollmond, wobei bei den Abfahrten gänzlich auf künstliche Lichtquellen verzichtet wurde.

Cast: Jochen Mesle & Max Kroneck
Produktion: El Flamingo
Regie: Jochen Mesle, Max Kroneck, Philipp Becker, Johannes Müller
Drehort: Österreich/Montafon

 

Umschwung

Von Veränderungen erzählen auch Lorraine Huber und Stefan Häusl, die im Frühjahr 2018 zeitgleich ihren Rücktritt von der Freeride World Tour verkündeten. In der Kurzdokumentation „Umschwung“ gewähren sie Einblicke in die Realität nach der aktiven Wettkampfkarriere: von Zweifel und Entscheidungsfindungen über neue Herausforderungen bis hin dazu, sich selbst neu zu definieren und orientieren. Was für die zwei erfolgreichen Freerider vom Arlberg aber stets klar ist: Sie wollen ihre einzigartigen Erfahrungen weitergeben.

Cast: Lorraine Huber,  Stefan Häusl
Produktion/Kamera: Hanno Mackowitz
Drehort: Tirol/Österreich

 

The Pinnacle of Rush

Cast: Ueli Kestenholz, Pascal Vögeli, JT Holmes
Produktion: FREILUFTDOKU, Harry Putz
Kamera: Harry Putz, Stefan Hunziker, Raphael Schläppi
Drehort: Schweiz, Berner Oberland, Mürren/Schilthorn

 

Circle of the Sun

Last but not least, entführt Lena Stoffel das Publikum mit ihrem Film „Circle of the Sun“ auf eine fast surreale Reise nach Norwegen. Mit ihrer Crew erlebt sie Skifahren und Surfen an einem Tag in einer magischen Landschaft: steile Berge, das Meer, Aurora Borealis – und alles im Kreislauf der Sonne. Aufwachen am Spot. Am Morgen eintauchen in das arktische Meer, danach aufsteigen bis zum letzten Tageslicht am Gipfel. Am nächsten Tag dann alles umgekehrt. Zum Sonnenaufgang ins Gebirge und spätabends dann ein endlos scheinender Sonnenuntergang im Meer.

Cast: Lena Stoffel, Daniel Schiessl
Produktion/Script: Lena Stoffel
Kamera/Schnitt: Inigo Grasset
Drehorte: Norwegen

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