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Winterbericht 18/19 mit ausgewählten Unfallbeispielen

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Das WSL Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) hat seinen im Frühjahr publizierten Winterberichts 18/19 mit Analysen von ausgewählten Lawinenunfällen ergänzt. Wie immer eine empfehlenswerte Lektüre für alle Wintersportler.

 

Ausserordentliche Lage im Januar 2019

Im Januar wurde wegen anhaltender Schneefälle das zweite Jahr in Folge grossflächig die Gefahrenstufe 5 (sehr gross) prognostiziert, und zwar vom östlichen Berner Oberland bis ins Unterengadin. Tiefe Temperaturen während der Schneefälle führten dazu, dass viele Staublawinen niedergingen, die zum Teil aussergewöhnlich weit vorstiessen. In der Zeit vom 10. – 16. Januar 2019 ereigneten sich 144 der insgesamt 246 Lawinen mit Sachschäden. Das SLF widmet dieser Zeit deshalb auch ein separates Kapitel.

 

Lawinenunfälle im Winter 18/19

Insgesamt wurden im Winter 18/19 384 Lawinen mit Schaden registriert, was deutlich über dem Durchschnitt von 214 der letzten 20 Jahre liegt. Bei 246 Lawinen kam es dabei zu Sachschäden und 138 Lawinen erfassten insgesamt 219 Personen. Trotz der überdurchschnittlichen Anzahl von Lawinen kamen „nur“ 21 Personen ums Leben, was einem durchschnittlichen Wert entspricht. Von den 219 Personen wurden 17 Personen auf Verkehrswegen und 2 Personen in einem Gebäude erfasst. Die Unfälle mit den restlichen 200 Personen ereigneten sich alle im freien Gelände, wobei 70% auf Touren und 30% beim Variantenfahren erfasst wurden. Im freien Gelände kamen insgesamt 19 Personen bei Lawinen ums Leben.

Auffällig in der vergangenen Wintersaison war, dass sich die Unfälle mit Todesfolge eher im Westen in Gebieten mit einem ausgeprägten Altschneeproblem ereigneten. Zwölf der tödlichen Lawinenunfälle ereigneten sich bei erheblicher Lawinengefahr (Stufe 3), zwei Unfälle bei mässiger Lawinengefahr (Stufe 2) und zwei bei grosser Lawinengefahr (Stufe 4). Bei zwei Unfällen war keineGefahrenstufe publiziert

Lawinenniedergänge mit Personenbeteiligung im Winter 18/19

Geografische Verteilung der gemeldeten Lawinenunfälle mit Personenbeteiligung im Winter 18/19.

Vier Opfer trugen einen Lawinenairbag: Einmal wurde die Person trotz aufgeblasenem Airbag ganzverschüttet, einmal konnte der Airbag nicht ausgelöst werden, einmal wurde die Person mit aufgeblasenem Airbaggegen einen Baum gedrückt und einmal wurde der Ruck-sack mit aufgeblasenem Airbag abgerissen.

 

Analyse von ausgewählten Unfällen mit erfassten Personen

Der ergänzte Winterbericht 18/19 enthält eine Auswahl von Unfällen mit erfassten Personen, die speziell lehr- und aufschlussreich sind. Da die meisten Personen im freien Gelände von einer Lawine erfasst werden, ist die Lektüre besonders für Touren- und Variantenfahrer aufschlussreich. Das SLF betont denn auch, dass „aus Unfällen und Erfahrungen anderer können immer Lehren gezogen werden. Dies ist der eigentliche Sinn der umfangreichen Arbeiten, welche fürdie Herausgabe des vorliegenden Berichtes erfor-derlich sind.“ Die ausgewählten Unfallanalysen finden sich ab Seite 70 des Winterberichts 18/19.

 

Download

Der Bericht über den Winter 18/19 kann auf der Website des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF als PDF heruntergeladen werden. Die Unfallanalysen finden sich ab Seite 47 des Berichtes.

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