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Die Geister, die ich rief…

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LVS sind störempfindlich und vertragen sich nicht gut mit anderen elektronischen Geräten.

Was so alles auf den Berg mitgenommen wird

Welche elektronische Geräte nimmst du mit, wenn du im Pulverschnee unterwegs bist? Smartphone, Digitalkamera, GPS, Actioncamera, Sportuhr, Drohne? Die meisten von uns haben auf Touren das eine oder andere elektronischer Gerät mit dabei. Mal abgesehen vom Gewicht, hat das unter Umständen noch andere negative Folgen. Denn viele dieser Geräte können das LSV stören. Auch Kartuschen, Lawinenschaufeln oder metallische Verpackungen können die Funktionen eines LVS beeinträchtigen, in dem sie das Signal dämpfen können.

 

Geistersignale beim LVS

Verschiedene Hersteller von LVS-Geräten wie Mammut, Pieps und Ortovox berichten von zunehmenden Meldungen von Kunden, die von sogenannte Geistersignale bei ihrem LVS berichten. Die Hersteller nehmen diese Meldungen sehr ernst und untersuchen jede einzelne. Dabei lassen sich die meisten Fälle im Nachhinein mit vom Nutzer mitgetragenen «Irritationsquellen» erklären.

Grundsätzlich erzeugen alle elektronischen Geräte elektromagnetische Felder, die das Empfangssignal eines LVS beeinflussen können. Denn ein LVS ist eigentlich nichts anderes als ein hochsensibler Funkempfänger, der auch sehr schwache Signale auffinden muss. Das führt unter Umständen dazu, dass auch falsche Signale, die von anderen elektronischen Geräten ausgehen, erfasst werden. Dies kann beim LVS ein falsches Signal (ein Geistersignal eben) vortäuschen und so zur Anzeige von irrationalen Richtungen und Distanzen führen.

Besonders empfindlich im Suchmodus

Viele Tourenfahrer sind sich nicht bewusst, dass zu viele elektronische Geräte zu nahe beienander ein «Chrüsimüsi» gibt. LVS Geräte der jüngsten Generation sind zwar unproblematischer als ältere Geräte, aber ganz kann das Problem auch bei den neusten Geräten nicht behoben werden. Die richtige Handhabe und das richtige Verhalten durch den Tourenfahrer ist deshalb besonders wichtig.

Besonders zu beachten ist, dass LVS-Geräte im Suchmodus um ein Vielfaches empfindlicher sind als im Sendemodus. Um Störungen und Geistersignale zu verhindern, empfehlen alle Hersteller von LVS-Geräten die gleichen zwei Verhaltensweisen:

  • Im Sendemodus gilt, grundsätzlich alle möglichen Störquellen mindestens 20 Zentimeter vom LVS entfernt zu tragen.
  • Im Suchmodus sind die Regeln noch strenger. Bei der Verschüttetensuche gilt ein Sicherheitsabstand von 50 Zentimetern.

Bei einer Suche sollten alle möglichen Störquellen (z.B. Kamera) abgeschalten werden, den der Abstand zwischen dem LVS Geräte und der Kamera auf dem Helm oder an der Brust beträgt keine 50 Zentimeter. Zu beachten ist auch, dass der Flugmodus beim Handy nicht ausreicht und auch hier der Mindestabstand von 50 Zentimeter eingehalten werden muss.

Tipps für den Sende- und Suchmodus

Im Sendemodus

  • Mindestens 20 Zentimeter Abstand zu möglichen Störquellen einhalten.
  • Schon beim Packen an die Sensibilität des LVS-Gerätes denken. Zum Beispiel: Smartphone in die linke, LVS in die rechte Hosentasche.
  • Am Anfang einer Tour einen LVS-Check (Empfangs- und Sendekontrolle) durchführen.
  • Batterien mit mindestens 40% Kapazität verwenden – keine Akkus.
  • Regelmässiges Training ist trotz vermehrten Warnungen (im Display) vor fehlerhaften Signalen der beste Weg, um möglichst gut vorbereitet zu sein.

Im Suchmodus

  • Einen Mindestabstand von 50 Zentimetern zu Störquellen einhalten. Jeder zusätzliche Zentimeter verbessert die Leistungsfähigkeit des LVS-Gerätes.
  • Wenn man bei der Suche alleine ist, das Handy nicht abstellen, aber separieren!
    Auch Smartphones im Flugmodus können stören!
  • Während des Notrufs mit dem Mobiltelefon mindestens 25 Meter Abstand zu den Suchenden einhalten.
  • Actionkameras (GoPro & Co) müssen während der Suche unbedingt abgeschaltet werden.
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