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Ausserordentliche Schnee- und Lawinenlage

Mit Neuschnee und Erwärmung verbreitet sehr grosse Lawinengefahr.

Nachdem bereits zuvor ungewöhnlich viel Schnee lag, fielen in den letzten 2 Tagen im Wallis, am Alpennordhang sowie im nördlichen Graubünden weitere 80 bis 100 cm Schnee, in den Vispertälern und den Glarner Alpen teils noch mehr.

Die intensiven Niederschläge dauern am Montag weiter an. Bis am Abend fallen im Norden weitere 40 bis 80 cm Neuschnee, im südlichen Wallis und in Nordbünden 20 bis 40 cm. Eine zeitweise auf über 2000 m steigende Schneefallgrenze erhöht die Lawinengefahr zusätzlich und führt in mittleren Lagen auch zu Nassschneelawinen. Das SLF stuft die Lawinengefahr für Montag, 22.01. in folgenden Gebieten mit der höchsten Gefahrenstufe (5, „sehr gross“) ein:

  • praktisch das gesamte Wallis
  • grosse Teile des nördlichen Alpenkammes
  • vom Prättigau über die Silvretta bis ins Samnaun

Diese Gefahrenstufe herrscht nur sehr selten. Grossflächig wurde sie das letzte Mal im Lawinenwinter 1999 herausgegeben, damals aber über eine längere Zeitspanne. Es werden viele, zum Teil sehr grosse Lawinen erwartet. Diese können bis weit in die Täler vorstossen und selten gefährdete Verkehrswege und Gebäude erreichen. Die Weisungen von Behörden und lokalen Sicherheitsdiensten sind zu beachten. In den betroffenen Gebieten sollte auf Schneesport abseits gesicherter Pisten verzichtet werden.

Mit dem Ende der Niederschläge wird sich die Lawinensituation ab Dienstag allmählich entspannen.

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