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über den Wolken...

Zweifellos ist der Herbst die schönste Zeit zum Biken. Die Landschaft zeigt sich in den schönsten Farben, die Tage sind noch lange genug um auch längere Touren zu machen und wer im Sommer fleissig auf dem Bike unterwegs war, profitiert von der antrainierten Kondition und kann die Herbsttouren noch mehr geniessen.

Eine solche Herbsttour, die zu unserem jährlichen Pflichtprogramm zählt, ist die Tour zum höchstgelegenen Hochmoor Europas.

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Kühler Start

Obwohl uns der Herbst bisher mit Sonne verwöhnte, war es beim Start in Meiringen frisch und wir machten uns schon Sorgen, doch etwas zu leicht bekleidet losgefahren zu sein. Zumal auch ein grosser Teil der Strecke um diese Jahreszeit frühmorgens noch im Schatten liegt. Aber wir hätten es ja besser wissen müssen. Denn schliesslich wussten wir ja von früheren Touren zum Hochmoor, dass uns erst einmal ein steter und teilweise knackiger Anstieg erwartete.

Vorerst der Strasse nach Zaun folgend, zweigten wir im Prastiwald auf die Forststrasse zum Schittelboden ab und fuhren weiter Richtung Mettlen. Ein kühler Wind blies vom Berg herunter und wir waren doch ganz froh, als uns nach dem Louwiswald wieder ein paar warme Sonnenstrahlen aufs Gesicht fielen.

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Aber was war denn nun eigentlich mit der im Sommer antrainierten Kondition? Da näherte sich von hinten doch tatsächlich ein weiterer Biker und die Distanz zwischen uns und ihm wurde immer kleiner und kleiner. Im Mittleren Wandel mussten wir uns schlussendlich geschlagen geben. Doch die Tatsache, dass es sich beim ‘Verfolger’ um einen E-Biker handelte, liess uns nicht weiter an unserer Kondition zweifeln.

 

«Gibt es tatsächlich noch Biker...»

Eigentlich hätten wir bei diesem herrlichen Herbstwetter erwartet, unterwegs doch noch den einen oder anderen Wanderer anzutreffen. Aber einzig nach dem letzten Anstieg kam uns einer entgegen. Offenbar hatte er inzwischen auch schon Bekanntschaft mit dem E-Biker gemacht. Wir wissen nicht, wie diese Begegnung verlaufen ist, aber auf alle Fälle stellte er erstaunt und hörbar auch erleichtert fest, dass es tatsächlich noch Biker gibt, die ohne Motor unterwegs sind.

Oben angekommen genossen wir erst einmal die herrliche Aussicht übers Haslital und das sich hinter dem Brünigpass erstreckende Nebelmeer. Und ja, wir hatten auch ein bisschen Mitleid mit all jenen, die an diesen Morgen lieber ausschliefen und den Tag im Nebel verbachten.

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Hätten wir nicht schon in diesem Moment ein breites Grinsen im Gesicht gehabt, wäre dies spätestens nach der Abfahrt über Chaltenbrunnen runter zum Rychenbach und schlussendlich zurück nach Meiringen der Fall gewesen. Beim wohlverdienten Bierchen wieder unten im Tal waren wir uns einig auf alle Fälle einig: das Hochmoor war einmal mehr ein Highlight der diesjährigen Bikesaison und weit mehr als nur «Pflichtprogramm».

 

Infos zur Tour

Die Tour startet man am besten beim Bahnhof Meiringen und fährt Richtung Balm, von wo aus man der Strasse hoch nach Zaun folgen kann. Wer es gerne etwas steiler und knackiger hat, kann nach dem Prasti links in den Waldweg abbiegen. Dieser Waldweg mündet weiter oben wieder in die normale Strasse. Ab dem Mittleren Wandel wird die Strasse zu einer Kiesstrasse und nach dem Obersten Wandel schlussendlich zu einem Wanderweg.

Zu beachten: Das Hochmoor "Chaltenbrunnen" ist ein Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung. Unbedingt auf den Wanderwegen bleiben und das Bike im Kerngebiet schieben.

20181020 Biketour Meiringen   Hochmoor   Rosenlauital   Meiringen