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Arosa Weisshorn

Spontan haben wir uns gestern Abend trotz etwas unsicheren Wetterprognosen für einen Ausflug nach Arosa entschieden - und wir haben es nicht bereut!

Vorgenommen hatten wir uns die knapp 40km lange Tour vom Aroser Weisshorn runter nach Molinis und von dort wieder hoch zu Medergen. Mit den angekündigten Gewittern am Nachmittag war klar, dass wir früh starten mussten. So früh, dass wir es sogar noch in die Strassenkontrolle der Polizei schafften, welche die Zürcher Partygänger auf ihre Fahrtauglichkeit prüften. Ein Blick ins Auto genügte dem Polizisten jedoch und er wünschte uns eine schöne Biketour. In Arosa angekommen schenkten wir uns die ersten paar Höhenmeter - bis am Abend sollten ja noch genug zusammen kommen - und gönnten uns die Fahrt mit der Gondel aufs Weisshorn. Nach einem stärkenden Kaffee ging's dann los - und wie.

Ein herrlicher Singletrail führte uns übers Brüggerhorn zur Scheiddegg und weiter zur Ochsenalp. Ein erstes Highlight dieser Tour. Der Wanderweg von der Ochsenalp wurde wohl nach ein paar Rutschen im letzten Winter teilweise neu gemacht. Darunter leidet das Singletrailfeeling ein wenig. Aber bereits auf dem teilweise verwurzelten Trail durchs Ruchtobel weiter unten ist das bereits wieder vergessen. Den letzten Teil runter nach Molinis folgten wir der Forststrasse. Kleiner Wehmutstropfen hier: All die Höhenmeter, die man hier etwas unspetakulär runterfährt, muss man später auch wieder hochfahren. Wer sich dies - zumindest teilweise - ersparen möchte, kann in Molinis in die Rhätische Bahn steigen und bis Litzirüti rund 200 Höhenmeter sparen.

 

Medergen - Idylische Walsersiedlung

Spätestens ab Litzirüti muss aber wieder mit eigener Muskelkraft hochgefahren werden. Und der Aufstieg nach Medergen hat es teilweise in sich. Aber er lohnt sich gleich in mehrfacher Hinsicht. Medergen ist eine idylische Walsersiedlung, deren typischen Holzhäuser aus baurechtlichen Gründen weder Strom noch fliessend Wasser haben dürfen. Urchigkeit ist hier also schon mal garantiert. Für uns aber fast wichtiger war das Bergrestaurant "Alpenrose", wo wir von den Wirtsleuten herzlichst bewirtet wurden. Und dann ist da noch das zweite Highlight und zugleich der Abschluss dieser Tour - der Singletrail über Tieja runter zum Aroser Stausee.

Auf ein Stück hausgemachten Aprikosenkuchen zum Dessert mussten wir leider verzichten. Denn die dunklen Wolken und das ferne Grollen liessen keinen Zweifel daran aufgekommen, dass die im Wetterbericht angekündigten Gewitter im Anrollen waren. Unser Timing hätte schlussendlich aber nicht besser sein können. Gerade als wir die letzten paar Meter auf dem Trail hinter uns gebracht hatten und am Ufer des Stausees angekommen waren, fielen die ersten grossen Wassertropfen vom Himmel. Mit einem fetten Grinsen auf dem Gesicht nahmen wir die letzten paar Meter hoch zum Bahnhof unter die Räder.

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Infos zur Tour

Weitere Infos und Details zur Tour gibt's auf der Website des Ride Magazins.

20180819 Arosa   Weisshorn   Molinis   Litzirueti   Medergen