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Aufstieg zum Furggubäumhorn

Hudelwetter im Norden, beste Verhältnisse im Simplongebiet

Nach dem Studium der Wetterlage mit heftigem Nordföhn und Hudelwetter im Norden, war bald klar, dass wir in Richtung Simplonpass aufbrechen werden. Die NNO-Flanke des Furggubäumhorns stand schon länger auf unserer Liste.

So fanden sich Stefan und Sali dann etwas später als geplant – es gab da noch ein gewisses Tank-Intermezzo am frühen Morgen – in Berisal an der Simplonpassstrasse ein. Für heute stand aber nur der Zustieg zur Bortelhütte mit anschliessender Erkundungstour auf dem Programm. So nahmen wir die 600hm Richtung Hütte in Angriff. Bald war klar, bis zur Hütte bleiben die Ski und das Board auf dem Rücken, weit und breit kein Schnee. 1.5 Stunden später erreichten wir die Hütte und nach einer kurzen Stärkung ging es endlich auf Ski/Splitboard weiter Richtung Bortelsee. Das Wetter wurde immer besser, der starke Nordföhn blies die Wolken nach und nach davon! Genau dieser kalte Wind sorgte dafür, dass der Schnee nicht auffirnte, trotz Stunden langer Sonneneinstrahlung. Genau deshalb entschieden wir uns, heute schon auf das Furggubäumhorn zu gehen!

Spätestens ab der Traverse unter die NNO-Flanke wurden wir dann endlich mit Powder belohnt. Dieser war zwar stark bearbeitet vom Wind, jedoch versprach er grossen Fahrspass, schön kompakt! Ebenfalls durch den Wind verwandelten sich die Felsen in wahre Schneekunstwerke, Winter Wonderland am 15. Mai, crazy! Die eigentliche Gipfelwand sah komplett ausgeblasen aus, weshalb wir nur bis zum Ostgrat (2860m)aufgestiegen sind, bis zu den Furggubäum, wahre Kunstwerke aus Schnee und Fels.

Die Abfahrt durch die Flanke war bis zur Traverse in der Tat grandios zu fahren! Svalbard Style 10cm kompakter Powder auf harter Unterlage. Ab dem Bortelsee konnte die Schneedecke dann endlich bisschen auffirnen (und das um 17.00 am 15. Mai, crazy world) und mit viel happy cruising ging es zurück zur Bortelhütte. Wir hatten schon entschieden, heute noch zum Auto und nach Oberwald zurück zu kehren, der Gemütlichkeit halber! Da wir aber ordentlich Proviant nach oben geschleppt haben, gab es vor dem Schlussabstieg noch ein ordentliches Plättli mit Ausblick auf das Rhonetal und den Wolken im Norden – was für eine gute Wahl, heute an den Simplon zu gehen.

Die letzte Stunde zu Fuss zurück zum Auto war dann noch der Afterburner! Mit verbrannten Grinden und sauren Beinen sassen wir aber schon bald darauf auf dem Sofa in Oberwald und gönnten uns das wohlverdiente Bierli und Menu 1.

 

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