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Stärnefüüfi

Übers vergangene Wochenende haben wir unsere Berghütte auf dem Grimselpass für den Winter vorbereitet.

Zwar ist es noch etwas früh,sich auf den Winter vorzubereiten und auch die Murmeltiere pfiffen munter auf dem Grimselpass und hatten sich noch nicht für ihren Winterschlaf im Boden verkrochen. Trotzdem haben wir uns nach dem letzten Gruss von Frau Holle vor ein paar Tagen entschieden, noch im September unsere Vorräte aufzustocken, Brennholz ins Trockene zu bringen und die eine oder andere kleine Arbeit zu erledigen, bevor die Passstrasse für den Winter geschlossen wird. Und unserer Hütten-Schneehex wollten wir auch keinen weiteren Winter im dunklen Keller unten im Tal zumuten. Sie wurde bereits im vergangenen Herbst ein Opfer der Wintersperre und musste die letzten paar Monate im Tal unten ausharren.

Und so ging es am Freitagabend mit Sack und Pack los. Obwohl wir unsere Winterausrüstung nicht dabei hatten, waren wir ganz froh, noch mit dem Auto bis auf die Passhöhe fahren zu können. Ganz ums Schleppen kamen wir aber doch nicht, da die Hütte doch etwas einsam und von der Strasse abgelegen steht. Da sich Stefan bereits am Nachmittag auf den Weg gemacht hatte, erwartete uns eine bereits aufgewärmte Hütte. Denn draussen waren die Temperaturen um diese Zeit (Mitternacht) doch schon merklich kühl und es blies ein bissiger Wind über den Pass. Trotz der Kälte entschied sich Salomon, ein paar Nachtaufnahmen zu machen. Besser gleich jetzt, da der Himmel noch klar war, als eine weitere Nacht zu warten. Draussen wurden also die Sterne fotografiert, während drinnen die selbstgemachten Pizzas in den Holzbackofen geschoben wurden.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Selbstversorgung. Na ja, dachten wir zumindest. Mit selbst gesammelten Pilzen und selbst gefangenen Fischen wollten wir uns die Bäuche am Samstagabend vollschlagen. Pilze fanden wir denn auch massenweise, aber leider nicht nur die essbaren Sorten. Unsere Fischer waren noch weniger erfolgreich und kehrten gar mit leeren Händen zurück. Nur gut, dass wir fürs Pilzesammeln runter ins Tal gefahren waren und so noch kurz im Lädeli in Oberwald fürs Nachtessen einkaufen konnten. So mussten wir schlussendlich auch am Samstagabend nicht mit knurrenden Magen ins Bett - ganz im Gegenteil.

Aber selbst wenn jemand ohne Essen hätte ins Bett müssen, wäre dies beim Brunch am Sonntagmorgen kein Thema mehr gewesen. Frisch gestärkt machten wir uns nach dem ausgiebigen Frühstück an die letzten Arbeiten in und rund um die Hütte.

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